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BLOGBEITRAG

Immer wieder Sonntags.

Aktualisiert: Apr 30

Ein locker gemeinter Beitrag über die Krux mit den nächtlichen Gedanken.


Wer kennt das wohl nicht, das nicht - einschlafen - können, weil noch dies und das und auch jenes im Kopf herumschwirrt. Aber besonders Sonntag Nacht kann ich darauf warten, dass das Summen der Gedanken losgeht, egal ob am nächsten Tag die Arbeit beginnt oder die nächste Kurzarbeitswoche ansteht. Was ist da los?

Die leichteste Form, die sich gut mit am Bett liegenden Notizblöcken bearbeiten lässt, ist die: Habe ich an alles gedacht für morgen? Also einfach nochmal Licht an, aus Versehen meistens wenig geräuscharm, so dass der Bettnachbar auch gleich wieder mit der Frage aufwacht: "Was machst Du da?" und alles fix aufgeschrieben. Soooo, raus ist es aus dem Kopf und endlich kann der erholsame Schlaf starten inklusive entspannter Träume.


Schwieriger wird es, wenn da mehrere unerledigte Dinge im Unterbewusstsein schlummern. Zum Beispiel, wie bekomme ich mein Kind überredet, das Homeschooling so einzuplanen, dass auch etwas dabei rumkommt. Ohne dabei die ganze Zeit wie ein Bewacher daneben zu sitzen. Die Nacht soll mir hier einen Motivations-Schlachtplan liefern, und dann sind da noch die anderen Termine, die noch ungeklärt sind für die nächste Woche. Und freilich war auch einiges los in der vergangenen Woche, was keineswegs richtig reflektiert oder abgeschlossen ist. Oh Mann, es ist schon zwei Uhr, und ich wälze mich von rechts nach links und wieder zurück, stehe auf, geh in die Küche, wieder zurück ins Bett und wälze mich wieder von links nach rechts. Alles hilft nichts. Klar ich muss an was anderes denken. Schäfchen zählen also... es klappt nicht. Okay, also dann Hasen. Hunde, Katzen, Wolken. Irgendwas lässt mich dann wirklich einschlafen.


Die schlimmste Form, also in meinem Fall zumindest, ist: wenn man am Tag oder Abend vorher eine Tanzchoreografie zu einem Song sich versucht hat auszudenken und man noch nicht fertig geworden ist. Jetzt hat man erstens einen Ohrwurm und zweitens auch im Schlafengehen noch die Versuchung, sich weitere Bewegungsabläufe auszudenken. Was bei mir schon mehrfach dazu führte, dass die Musik die ganze Nacht in meinem Kopf gespielt, gesungen und gesummt hat, vor meinen Augen getanzt wurde und somit die ganze Nacht Party in meinem Kopf war. Frühmorgens fühlt man sich dann so, als ob man 4 Uhr langsam ausm Club rauskam und 6 Uhr glücklich im Bett gelandet ist.


Was sollte man also daraus lernen? An dieser Stelle gibt es keine wissenschaftlich fundierten Ratschläge, sondern praktische Tipps, wie ich sie auch aus dem Janosch Buch "Herr Wondrak und das Glück, juchhe!" kenne. Da heisst es zum Beispiel:


Wie heilt man sich selbst - seelisch?

Mit einem Kopfstand. Dann ist es andersherum: Was schlecht ist, ist gut - zack, sind alle Probleme gelöst.


Also: für die leichtere oben beschriebene Form einfach 5 - 10 Minuten eher zu Bett gehen, Gedanken auf die nächste Woche richten und nun alle wichtigen Punkte auf den Notizblock schreiben. Das dürfte schon reichen. Für die zweite Variante empfehle ich, schwerwiegende Überlegungen einfach auf den Samstag zu legen. Falls es nun Samstagabend losgeht mit dem Gedankenkarusell, kann man sich getrost sagen, dass ja noch der ganze Sonntag zum Klären da ist, und so ein ganzer Tag Puffer nimmt doch ganz schön den Stress raus. Im Falle des Liederthemas würde ich mir selber vorschlagen, aufregende tanzbare Musiksachen spätestens am späten Nachmittag zu beenden und dann nur noch leichte melodische Kost zu mir zu nehmen, lyrische Liedermachersongs perhaps. ;-)


In diesem Sinne: Gute Nacht und schöne Träume! Und sagt mal, was euch nicht schlafen lässt und was ihr dagegen tut.